Aktuelle Pressemitteilungen:

Reale Auftragseingänge und Umsätze der Thüringer Industrie 2025 niedriger als im Vorjahr
Von den Thüringer Industriebetrieben wurden 2025 weniger Aufträge und geringere Umsätze gegenüber dem Vorjahr gemeldet. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik nach endgültigen, preisbereinigten Angaben mitteilt, fielen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 2,6 Prozent, während sich der Umsatz um 1,0 Prozent verringerte. Die Entwicklung fiel in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus. Während die Produktion von elektrischen Ausrüstungen ein deutlich positives Ergebnis erzielte, wies beispielsweise der Maschinenbau einen deutlichen Umsatzrückgang auf.

Bild: jat306 (Adobe Stock)
Thüringer Baugewerbe 2025 mit Umsatzplus, trotz Umsatzminus im Ausbaugewerbe
Die Betriebe des Thüringer Baugewerbes (Bauhaupt- und Ausbaugewerbe) mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen erzielten im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 einen nominalen baugewerblichen Umsatz in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik registrierten die Betriebe des Ausbaugewerbes einen Umsatzrückgang von 1,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024. Die Umsatzsteigerungen im Bauhauptgewerbe von 4,2 Prozent konnten dies jedoch ausgleichen, sodass der Wirtschaftszweig insgesamt eine positive Jahresentwicklung aufweist.

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Rund 158 500 Studierende im Wintersemester 2025/26 an den Thüringer Hochschulen
Trend zur Fachhochschule hält an
Im Wintersemester 2025/26 waren nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik 158 505 Studierende (Vorjahr: 153 012 Studierende) an einer Hochschule in Thüringen eingeschrieben. Damit stieg die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Wintersemester 2024/25 weiter an (+3,6 Prozent), wobei der Anstieg erneut überwiegend auf den Zuwachs an Studierenden an der IU Internationale Hochschule in Erfurt zurückzuführen ist.

Bild: luzitanija (Adobe Stock)
Iran im Fokus – Bevölkerung und Außenhandel in Thüringen
Anlässlich der Situation im Iran wirft das Thüringer Landesamt für Statistik einen Blick auf die Bevölkerungsdaten iranischer Staatsbürgerinnen und -bürger in Thüringen und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Thüringen und dem Iran.

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Regionales Ranking der Thüringer Industrie: Ilm-Kreis ist Spitzenreiter im Jahr 2025
Die Thüringer Betriebe des Bereichs Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe mit 50 und mehr Beschäftigten registrierten im Jahr 2025 einen nominalen Gesamtumsatz (inkl. sonstiger Umsätze) in Höhe von 36,8 Milliarden Euro. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, entspricht dies nach endgültigen Angaben einem Umsatzplus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (bei gleicher Anzahl der Arbeitstage). Die Umsätze aus fachlichen Betriebsteilen (ohne sonstige Umsätze) registrierten nominal einen Zuwachs von 0,5 Prozent, preisbereinigt einen Rückgang von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zum Weltfrauentag am 8. März 2026
Im Durchschnitt des Jahres 2024 lebten in Thüringen 1 050 Tausend Frauen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März mitteilt, waren darunter 918 Tausend Frauen und Mädchen im Alter von 15 Jahren und älter. Das entsprach einem Anteil von 50,7 Prozent der Gesamtbevölkerung in diesem Alter.
Aktuelle Aufsätze aus dem Monatsheft:
Thüringen aktuell
Die wirtschaftliche Lage verlief im Monat September 2025 im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe durchaus positiv. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen deutlichen Umsatzanstieg und sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft konnte im zweistelligen Bereich zulegen. Auch die Auftragseingänge lagen über dem Vormonatsniveau. Mit dem Rückgang der Beschäftigtenzahl stieg die Produktivität spürbar an (bei 1 Arbeitstag mehr). Im Vergleich zum September 2024 stiegen der Umsatz und die Produktivität an. Die Zahl der Beschäftigten war allerdings rückläufig. Auch die Exportquote lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge stiegen im September 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat an, sowohl im Inland als auch im Ausland (bei 2 Arbeitstagen mehr).
Im 3. Quartal 2025 sanken die Umsätze und die Beschäftigtenzahl im Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal, wohingegen sich die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) erhöhte. Im Bauhauptgewerbe stieg der Umsatz im September 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wobei auch 1 Bausparte positive Umsätze im zweistelligen Bereich verzeichnete. Die Zahl der Beschäftigten und der Auftragseingang gingen zurück, während die Produktivität deutlich anstieg.
Im September 2025 verzeichnete der Tourismus in Thüringen gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg bei den Gästezahlen und Übernachtungen, jedoch nur im Inlandstourismus. Für den Zeitraum von Januar bis September war insgesamt ein leichter Rückwärtstrend zu beobachten. Allerdings sanken besonders die Ankünfte und die Übernachtungen ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Regional gab es unterschiedliche Entwicklungen: Während einige Reisegebiete Zuwächse bei den Übernachtungen oder den Ankünften verzeichneten bzw. die Stadt Erfurt sogar für beide Merkmale, blieben andere, wie der Thüringer Wald und Südharz-Kyffhäuser, hinter dem Vorjahresniveau zurück. Deutschlandweit zeigte sich insgesamt eine stärkere positive Entwicklung im Tourismus als in Thüringen.
Die Verbraucherpreise stiegen im September 2025 gegenüber dem Vormonat, und auch die Inflationsrate nahm zu. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ gab es leichte Preisrückgänge, während die Preise im Bereich „Andere Waren und Dienstleistungen“ am stärksten stiegen. Hierunter fallen beispielsweise Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, wie die ambulante und stationäre Pflege, und Versicherungsdienstleistungen. Durch die saisonale Umstellung von Sommer- auf Winterkollektionen verteuerten sich die Preise zum Vormonat bei Bekleidung spürbar.
Im September 2025 ging im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen ebenso wie die Arbeitslosenquote leicht zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg allerdings die Arbeitslosenzahl an. Auch die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich zwar im Monatsvergleich, war jedoch ebenso höher als im Vorjahr. Bundesweit zeigte sich ebenfalls ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat, allerdings lag sie auch hier über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der offenen Stellen in Thüringen nahm gegenüber dem Vormonat etwas zu und stieg auch im Vorjahresvergleich an.
Zensus 2022 – Haushalte und Familien nach Größe, Haushaltstypen und Lebensformen
Der Zensus 2022 lieferte zum Stichtag 15. Mai 2022 ein flächendeckendes Bild darüber, wie viele Menschen in Deutschland lebten, wie sie wohnten und arbeiteten. Er wurde als registergestützte Bevölkerungszählung durchgeführt, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wurde. Ziel war die Ermittlung verlässlicher Bevölkerungszahlen für Gemeinden, Bundesländer und die Bundesrepublik insgesamt. Verschiedene gesetzliche Grundlagen enthalten Vorbereitungs- und Durchführungsregelungen1) zum Zensus 2022.
Neben der Feststellung der amtlichen Bevölkerungszahlen war es ein wichtiges Ziel des Zensus 2022, Daten über die Anzahl und Struktur von Haushalten und deren Wohnsituation zu gewinnen. Dieses Verfahren wird als Haushaltegenerierung bezeichnet. Bei der Haushaltegenerierung geht es darum, Haushaltszusammenhänge zu ermitteln. Zusätzlich wird mit dem Verfahren eine Beziehung zwischen den Haushaltsmitgliedern geknüpft, beispielsweise Eltern- Kind-Beziehungen sowie Ehen oder Lebenspartnerschaften. Die Haushaltegenerierung basierte auf registergestützten Informationen und ergänzenden Daten aus den primärstatistischen Erhebungen der Haushaltebefragung, der Befragung an Sonderbereichen sowie der Gebäude- und Wohnungszählung. Auf dieser Grundlage entstand ein Gesamtdatenbestand, der auf verschiedenen regionalen Ebenen vielfältige Auswertungen zu Haushalts-, Familien- und Wohnverhältnissen in Deutschland ermöglichte.
Der folgende Aufsatz beschreibt, wie groß Haushalte in Thüringen und Deutschland sind, welche Haushaltstypen es gibt und in welchen Lebensformen Menschen zusammenlebten.
„Trade-off“ zwischen Aktualität und Genauigkeit – Betrachtungen zur Ergebnisstabilität des regionalen Bruttoinlandsprodukts
„Baden-Württemberg: Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2024 – Reales Bruttoinlandsprodukt sinkt um 0,4 Prozent“, so lautete der Titel der Pressemitteilung vom 28. März 2025 zu den vom Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) herausgegebenen vorläufigen Wirtschaftsdaten auf Länderebene. Und bereits Anfang des Jahres teilte das Statistische Bundesamt auf seiner Pressekonferenz vom 15. Januar 2025 mit: „Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2 Prozent gesunken“.
Von allen Kennzahlen der amtlichen Statistik stehen die ersten Ergebnisse für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des vorangegangen Berichtsjahres bzw. die Veränderung des preisbereinigten BIP gegenüber dem jeweiligen Vorjahr – das Wirtschaftswachstum – besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit und Politik. Kritisch betrachtet werden dabei, alle Jahre wieder, vor allem Revisionen, das heißt nachträgliche Überarbeitungen, der frühzeitig veröffentlichten, ersten BIP-Wachstumsraten auf Länderebene. Die Nutzerinnen und Nutzer stellen überaus hohe Ansprüche an diese statistische Kennzahl zur konjunkturellen Entwicklung: Einerseits sollen die BIP-Ergebnisse möglichst zeitnah bereitgestellt, andererseits aber möglichst nicht mehr revidiert werden. Für die amtliche Statistik ist dies ein erheblicher, wenn nicht gar unmöglicher Spagat zwischen Aktualität und Genauigkeit.
Im vorliegenden Beitrag werden daher das Berechnungsverfahren des regionalen BIP vorgestellt und wesentliche Abweichungsursachen zwischen den Ergebnissen der verschiedenen Veröffentlichungszeitpunkte analysiert.
Auswahl aus den Veröffentlichungen der letzten 90 Tage:

















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