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ZENSUS 2022

Aktuelles

Zensus 2022 – Start des Erinnerungsversands zur Gebäude- und Wohnungszählung

Für die Gebäude- und Wohnungszählung, die das Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) im Rahmen des Zensus 2022 derzeit durchführt, werden in dieser Woche Erinnerungsschreiben an alle diejenigen Eigentümerinnen und Eigentümer, Verwalterinnen und Verwalter oder sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Gebäuden oder Wohnungen verschickt, die ihrer Auskunftspflicht bisher noch nicht nachgekommen sind.

  weitere Informationen in der Pressemitteilung 175/2022 vom 26. Juli 2022

Zensus 2022 – Befragungen von Haushalten gehen in die finale Phase

Seit dem 15. Mai 2022 läuft die Erhebungsphase in dem Teilprojekt Haushaltebefragung des Zensus 2022 deutschlandweit, so auch in Thüringen. An ausgewählten Stichprobenanschriften werden ca. 300 000 Bürgerinnen und Bürger in Thüringen in einem persönlichen Interview durch Erhebungsbeauftragte befragt.

  weitere Informationen in der Pressemitteilung 168/2022 vom 14. Juli 2022

Start der Haushaltebefragung

Mit dem Stichtag am 15.05.2022 startet in Thüringen auch die Haushaltebefragung. Die Ergebnisse dienen der Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahlen. Darüber hinaus wird ermittelt, wie die Menschen in Thüringen wohnen und arbeiten, um künftige politische und wirtschaftliche Entscheidungen der Kommunen zu optimieren.

Über einen Zeitraum von 12 Wochen werden thüringenweit rund 2 200 ehrenamtliche Interviewerinnen und Interviewer, sogenannte Erhebungsbeauftragte eingesetzt, um persönliche Befragungen an stichprobenartig ausgewählten Haushalten sowie Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften in Thüringen durchzuführen. Befragt werden rund 370 000 Bürger und Bürgerinnen. Die Erhebungsbeauftragten melden ihren Besuch im Vorfeld über den Einwurf einer Terminankündigung in die Briefkästen an. Dies ist seit dem 8. Mai 2022 möglich.

Für die Erhebung besteht Auskunftspflicht. Kann der angekündigte Termin nicht wahrgenommen werden, können sich die zu Befragenden unter der auf der Terminankündigung angegebenen Rufnummer direkt an ihren Erhebungsbeauftragten wenden und einen neuen Termin vereinbaren.

Neben den persönlichen Angaben wie Vor- und Nachname sowie der Adresse werden auch Angaben zum Geschlecht, der Staatsangehörigkeit und dem Familienstand erfragt. Zudem ist anzugeben, wie viele Personen im Haushalt leben und ob ein Zweitwohnsitz vorliegt. Die Befragung an der Haus- bzw. Wohnungstür dauert nicht länger als 5-10 Minuten. Das Betreten der Wohnung ist nicht vorgesehen.

Wurde ein Haushalt für die Befragung von Zusatzmerkmalen (Wohn- und Arbeitssituation, Staatsangehörigkeit und Zuwanderung, Bildung und Ausbildung) ausgewählt, erhält jedes Haushaltsmitglied im Anschluss Zugangsdaten, um diese Merkmale selbstständig über einen Online-Fragebogen anzugeben.

Informationen zu den Kontaktdaten der Thüringer Erhebungsstellen finden sie unter www.statistik.thueringen.de/zensus2022/erhebungsbeauftragte.asp

Start der Haupterhebung zur Gebäude- und Wohnungszählung
Rund 573 000 Eigentümer und Verwalter von Wohnraum werden um Auskunft gebeten

Ab dem 11.05.2022 startet in Thüringen die Haupterhebung zur Gebäude- und Wohnungszählung mit dem Stichtag 15.05.2022. Es werden rund 573.000 Auskunftspflichtige angeschrieben.
Für die Gebäude- und Wohnungszählung werden alle Eigentümer/-innen, Verwalter/innen oder sonstige Nutzungsberechtigte von Wohngebäuden in Thüringen schriftlich vom TLS zur Teilnahme aufgefordert.
Im Anschreiben ist ein QR-Code mit einem Link zu einem Online-Fragebogen enthalten, über den per Smartphone oder Tablet schnell und bequem die geforderten Angaben einfach und sicher übermittelt werden können. Eine Online-Meldung der Daten per PC ist ab Zensusstichtag unter www.zensus2022.de ebenfalls möglich. Das spart nicht nur Zeit und ermöglicht eine schnellere Ergebnislieferung, sondern schont durch weniger gedruckte Papierbögen und wegfallende Transportwege auch die Umwelt. Selbstverständlich können jedoch bei Bedarf auch kostenfreie Papierfragebogen über die Hotline angefordert werden.
Bei der Gebäude- und Wohnungszählung werden, neben der Objektadresse, als Hauptmerkmale Informationen zu z. B. Gebäudeart, Eigentumsverhältnisse, Baujahr, Heizungsart und Energieträger oder Leerstand erhoben. Als Hilfsmerkmale werden u. a. Familienname, Vornamen und Anschrift der Auskunftspflichtigen sowie Anzahl der Personen, die in der Wohnung wohnen erfragt.
Für alle Erhebungen im Zensus besteht Auskunftspflicht. Die Auskunftspflicht ist notwendig, damit die geforderte hohe Qualität und Genauigkeit der Zensus-Ergebnisse erreicht werden kann.
Weitere Informationen finden Sie unter www.zensus2022.de oder www.statistik.thueringen.de/zensus2022

Kontakt
Hotline und Servicezeiten
0361 – 2242 7836 (zum Ortstarif, externer Dienstleister)
Erreichbarkeit
  Montag bis Freitag   7 bis 21 Uhr
  Samstag                       9 bis 16 Uhr
Eine Fragebogenanforderung ist rund um die Uhr möglich.

Per E-Mail
zensus2022@statistik.thueringen.de

Überschneidung der Gebäude- und Wohnungszählung mit der Grundsteuerreform

Der Erhebungszeitraum der Gebäude- und Wohnungszählung überschneidet sich zeitlich mit der Datenerhebung zur Grundsteuerreform 2022 in Thüringen. Die Zensuserhebung steht in keinem Zusammenhang zur Grundsteuerreform der Finanzverwaltung. Aus Datenschutzgründen können die Befragung des Zensus und die Erklärungsabgabeverpflichtung gegenüber der Finanzverwaltung nicht zusammengelegt werden. Auch ein Austausch der abgefragten Daten untereinander scheidet aus. Daher müssen Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundbesitz beiden Erklärungspflichten nachkommen.
Weitere Informationen zur Grundsteuerreform finden Sie unter: https://finanzen.thueringen.de/themen/steuern/grundsteuer

Ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte gesucht

Die Thüringer Erhebungsstellen der Landkreise und kreisfreien Städte suchen im Rahmen der Haushaltebefragung derzeit ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte zur Durchführung von kurzen, persönlichen Befragungen.

Die Erhebungsbeauftragten erhalten in Abhängigkeit von der Anzahl der Befragungen eine Aufwandsentschädigung und sind während ihrer Tätigkeit über die Unfallkasse Thüringen versichert.

→ weitere Informationen auf der Unterseite "Erhebungsbeauftragte"

Ende der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung

Die Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung endet zum Jahresende. Der Online-Fragebogen wird am 31.12.2021 abgeschaltet.

Das Thüringer Landesamt für Statistik dankt Ihnen für Ihre Teilnahme.

Erneute Lieferung der Melderegister (MR.V2)

Die für das Meldewesen zuständigen Stellen liefern nach § 5 Zensusgesetz 2022 mit Stichtag 14.11.2021 abermals einen Abzug der Melderegister an die amtliche Statistik. Als Liefertermin für Thüringen ist der 22.11.2021 vorgesehen. Die Daten werden dabei zentral an das Statistische Bundesamt geliefert und von dort den Landesämtern zur Verfügung gestellt. Nach einer ersten technischen Überprüfung am zentralen Dateneingang erfolgt anschließend eine inhaltliche Plausibilisierung der Angaben durch das Thüringer Landesamt für Statistik.

Start der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung
150 000 Eigentümer und Verwalter von Wohnraum werden um Auskunft gebeten

Mit der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung startet der Zensus 2022 in Thüringen in die heiße Phase. Im Zeitraum von Ende September bis Anfang Dezember 2021 erhalten rund 150 000 Eigentümer oder Verwalter von Wohngebäuden vom TLS ein postalisches Anschreiben mit Zugangsdaten zu einem Online-Fragebogen.
Die Angeschriebenen sind aufgefordert die Korrektheit von Angaben zu ihren Gebäude- und Wohnungsbeständen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, bevor im Mai 2022 mit der eigentlichen Gebäude- und Wohnungszählung (Haupterhebung) begonnen werden kann. Bei Fragen oder Unklarheiten im Rahmen der Vorbefragung hat das TLS unter „Fragen & Antworten“ ein umfangreiches Informationsangebot auf seiner Webseite bereitgestellt.

  weitere Informationen in der Pressemitteilung 285/2021 vom 28. September 2021

Thüringer Landtag beschließt Zensus-Ausführungsgesetz
Weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Zensus erreicht

Der Landtag in Erfurt hat das Thüringer Gesetz zur Ausführung des Zensusgesetzes 2022 (ThürAGZensG 2022) am 23. Juli 2021 verabschiedet. Mit dem Landesgesetz wird die Zuständigkeit des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS) für die Durchführung des Zensus in Thüringen geregelt. Darüber hinaus schafft das Gesetz die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass Aufgaben im Rahmen des Zensus auf örtliche Erhebungsstellen in den kreisfreien Städten und Landkreisen übertragen werden dürfen. Die Verabschiedung des ThürAGZensG 2022 stellt somit einen Meilenstein in der Zensusvorbereitung dar. „Das Projekt tritt nun endgültig in eine Phase ein, in der es für breite Bevölkerungsschichten greifbar wird. Als ersten Schritt erhalten jetzt rund 150 000 ausgewählte Thüringer Haus- und Wohnungseigentümer ein Schreiben des Thüringer Landesamtes für Statistik.“, erklärt Dr. Holger Poppenhäger, Präsident des TLS.

  weitere Informationen in der Pressemitteilung 221/2021 vom 19. August 2021

Aktualisierung der Bestandslisten von Wohnungsunternehmen

Im Februar 2020 hat das Thüringer Landesamt für Statistik die Unternehmen der Wohnungswirtschaft um die Übermittlung Ihrer Bestandslisten gebeten.

Um eine Vollständigkeit und Aktualität der Erhebungsdaten zum Zensusstichtag sicherzustellen, werden diese Unternehmen Ende August 2021 schriftlich aufgefordert, Ihre Angaben zum Wohnungsbestand zu aktualisieren. Die Aktualisierungslieferung umfasst dabei eine erneute Komplettlieferung der Wohnungsbestände, für welche die Unternehmen auskunftspflichtig sind. Zusätzlich soll angegeben werden, bei welchen Objekten eine Änderung wie Verkauf, Abriss oder eine Nutzungsänderung erfolgt ist.

Für Objekte, zu denen die Unternehmen keine Auskünfte erteilen können beziehungsweise sollen oder die sich nicht mehr in ihrem Eigentum/ihrer Verwaltung befinden, muss eine Eigentümerliste erstellt werden. Die sogenannte Eigentümerliste umfasst eine Auflistung dieser Objekte mit dem dazugehörigen (neuen) Eigentümer und dessen Anschrift.

Abweichend zur Lieferung der Bestandsliste im Februar 2020 erfolgt die aktuelle Datenübermittlung aus technischen Gründen elektronisch über das Online-Meldeverfahren IDEV der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Nähere Informationen und Erläuterungen erhalten die Unternehmen mit der Anforderung.

Die Übermittlung der Bestands- sowie der Eigentümerlisten ist rechtlich über das Bundesstatistikgesetz und das Zensusgesetz 2021 abgesichert. Der Datenschutz ist sowohl bei der Lieferung der Bestands- und Eigentümerlisten zur GWZ als auch in der Haupterhebung auf Basis der Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016 / 679 sichergestellt.

Der Zensus 2021 wird um ein Jahr verschoben
Zensusverschiebung 2021 zu 2022
© Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Der Bundestag hat am 5. November 2020 einem Gesetzentwurf zur Verschiebung des für 2021 geplanten Zensus um ein Jahr zugestimmt.

Grund für die Verschiebung sind die erheblichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bei den Vorbereitungsarbeiten zum Zensus durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sowie in den Kommunen.

Die Arbeiten zur Vorbereitung der umfangreichsten statistischen Erhebung in Deutschland waren zeitweise nur eingeschränkt möglich. Auch die notwendige Kommunikation mit anderen Verwaltungen war unter Pandemie-Bedingungen zwischenzeitlich eingeschränkt.

Beschäftigte vieler Kommunen und auch der statistischen Ämter wurden für andere Aufgaben wie die Unterstützung der Gesundheitsämter eingesetzt. Auch aktuell werden Beschäftigte aus der öffentlichen Verwaltung zum Beispiel für die Kontaktnachverfolgung abgestellt.

Das Gros der Daten des Zensus wird zwar durch die Auswertung bestehender Quellen wie etwa dem Melderegister gewonnen. Zur Erhebung von Informationen, die nicht in Registern verfügbar sind, sowie zur Qualitätssicherung der Registerdaten sind dennoch Vor-Ort-Befragungen erforderlich, bei denen Interviewerinnen und Interviewer zu ausgewählten Häusern und Wohnungen gehen und persönliche Interviews führen. Dies wäre unter noch geltenden Pandemie-Bedingungen im Jahr 2021 schwer möglich. Zudem konnte die Einrichtung der Erhebungsstellen vor Ort in Folge der Einschränkungen durch die Pandemie nicht wie geplant Anfang 2020 beginnen.

Deutschland verschiebt den Zensus aufgrund der Corona-Pandemie, andere EU-Mitgliedsstaaten aber nicht: Wieso?

Der Zensus ist das größte und komplexeste Projekt der Amtlichen Statistik in Deutschland. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bereiten die Befragungen vor, koordinieren die Durchführung und sichern die Einhaltung der Qualitätsstandards. Für die Haushaltebefragungen vor Ort sind die kommunalen Erhebungsstellen sowie Interviewerinnen und Interviewer als sogenannte Erhebungsbeauftragte zuständig. Dabei kommt – wie schon beim Zensus 2011 – ein von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder entwickeltes Verfahren zum Einsatz, das als registergestützter Zensus bezeichnet wird. Hierfür werden in erster Linie bereits vorliegende Daten aus Verwaltungsregistern genutzt. An manchen Stellen sind die Daten aus der Verwaltung allerdings zu ungenau oder liegen nicht vor. Daher wird ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt.

Innerhalb der Europäischen Union gibt es unterschiedliche Voraussetzungen und methodische Herangehensweisen zur Vorbereitung und Durchführung eines Zensus. Daher sind die Vorbereitung und Durchführung des Zensus in den EU-Mitgliedstaaten durch die Corona-Pandemie unterschiedlich stark beeinträchtigt. Frankreich setzt zum Beispiel auf einen sogenannten rollierenden Zensus: Dabei gibt es nicht einen Zensusstichtag für alle. Stattdessen wird jedes Jahr nur ein Teil der Bevölkerung befragt. In Österreich oder Norwegen gibt es einen registerbasierten Zensus, bei dem ausschließlich bestehende Daten aus Verwaltungsregistern genutzt werden und keine Befragungen notwendig sind. In Deutschland hingegen werden zwar vorwiegend bereits vorliegende Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, diese werden allerdings durch Befragungen eines Teils der Bevölkerung ergänzt.



Weiterführende Informationen auf der Internetseite des ZENSUS 2022  .

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt