Thüringer Landesamt für Statistik - Pressemitteilung


Erfurt, 21. Mai 2010 - Nr. 136

1. Quartal 2010: Weniger Tote im Straßenverkehr

Von Januar bis März 2010 ereigneten sich auf Thüringer Straßen 13 469 Straßenverkehrsunfälle. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 442 bzw. 3,2 Prozent weniger polizeilich erfasste Unfälle als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres.
Diese Entwicklung ist auf weniger Unfälle mit Personenschaden zurückzuführen. Ihre Zahl sank um 15,6 Prozent auf 1 217.
Die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden ging um 1,7 Prozent auf 12 252 Unfälle zurück. Winterliche Straßenzustände führten jedoch dazu, dass es verstärkt zu schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden kam. Die Zahl stieg um 1,5 Prozent auf 856 Unfälle.

Im 1. Quartal 2010 verloren 18 Menschen auf Thüringer Straßen ihr Leben, 2 Menschen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Personen mit schweren oder leichten Verletzungen nahm um 299 auf 1 624 Verletzte ab. Damit zeichnet sich für dieses Jahr den dritten Monat infolge eine erfreulichere Entwicklung bei der Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr ab.


Im März 2010 wurden durch die Thüringer Polizei 4 288 Unfälle aufgenommen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 7 Unfälle bzw. 0,2 Prozent mehr als im März 2009.
Während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 49 auf 464 Unfälle sank, stieg die Zahl der Unfälle mit Sachschaden um 56 auf 3 824 Unfälle.
Trotz winterlicher Straßenverhältnisse, die noch im März dieses Jahres vorherrschten, wurden weniger Unfälle mit Personenschaden aufgenommen als im März 2009. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging in diesem Monat um 9,6 Prozent zurück.
Bei den 464 Verkehrsunfällen mit Personenschaden im März 2010 wurden 2 Personen getötet und 605 Personen verletzt. Das waren 1 Getöteter und 70 Verletzte weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Unter den Getöteten waren 1 Fahrer eines PKW` s und 1 Fahrer eines Güterkraftfahrzeuges.
Trotz dieser positiven Entwicklung der Zahl der Verunglückten im März 2010 musste die Polizei 1,5 Prozent bzw. 56 Unfälle mit Sachschaden mehr aufnehmen (3 824 Unfälle) als im März 2009.
Die Zahl der Unfälle, bei denen dabei ein schwerer Sachschaden entstand, wobei mindesten ein Kraftfahrzeug abgeschleppt werden musste, erhöhten sich um 7,9 Prozent auf 245 Unfälle.

Straßenverkehrsunfälle und Verunglückte
Gesamtübersicht
Unfallkategorie
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Verunglückte Personen
März Zu- bzw. Abnahme (-)
März 2010
gegenüber
Januar - März Zu- bzw.
Abnahme(-)
gegenüber
dem gleichen
Zeitraum
des Vorjahres
2010 2009 Februar 2010 März 2009 2010 2009
Anzahl %
Unfälle 4 288 4 281 8 7 13 469 13 911 - 3,2
davon  
  Unfälle mit Personenschaden 464 513 132 - 49 1 217 1 442 - 15,6
  darunter unter Alkoholeinwirkung 23 33 2 - 10 77 87 - 11,5
davon  
  Unfälle mit Getöteten 2 3 - 2 - 1 18 19 - 5,3
Unfälle mit Verletzten 462 510 134 - 48 1 199 1 423 - 15,7
davon  
  Unfälle mit Schwerverletzten 108 112 39 - 4 273 339 - 19,5
Unfälle mit Leichtverletzten 354 398 95 - 44 926 1 084 - 14,6
Unfälle mit nur Sachschaden 3 824 3 768 - 124 56 12 252 12 469 - 1,7
davon  
  schwerwiegende Unfälle mit
Sachschaden (im engeren Sinne)1)
245 227 - 3 18 856 843 1,5
  darunter unter Alkoholeinwirkung 23 22 5 1 70 69 1,4
sonstige Sachschadensunfälle unter dem
Einfluss berauschender Mittel2)
38 39 5 - 1 109 116 - 6,0
übrige Sachschadensunfälle 3 541 3 502 - 126 39 11 287 11 510 - 1,9
Verunglückte Personen 607 678 170 - 71 1 642 1 943 - 15,5
    darunter bei Unfällen unter Alkoholeinwirkung 29 41 - 2 - 12 106 113 - 6,2
davon  
  getötete Personen 2 3 - 2 - 1 18 20 - 10,0
verletzte Personen 605 675 172 - 70 1 624 1 923 - 15,5
davon  
  schwerverletzte Personen 128 135 43 - 7 336 404 - 16,8
leichtverletzte Personen 477 540 129 - 63 1 288 1 519 - 15,2
1) Straftatbestand oder Ordnungswidrigkeit und gleichzeitig mindestens ein Kfz nicht mehr fahrbereit
2) Unfallbeteiligter stand unter dem Einfluss berauschender Mittel und alle beteiligten Kfz waren fahrbereit.



Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden und dabei verunglückte Personen

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Weitere Auskünfte erteilt:
Christine Gerth
Telefon: 0361 37-84221
E-Mail: christine.gerth@statistik.thueringen.de