Thüringer Landesamt für Statistik - Pressemitteilung


Erfurt, 15. April 2009 - Nr. 108

Februar 2009: Weiterer Anstieg der Straßenverkehrsunfälle bei winterlichen Straßenverhältnissen - weniger getötete und verletzte Personen

Im Februar 2009 wurden durch die Thüringer Polizei 4 269 Unfälle aufgenommen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 158 Unfälle mehr (+ 3,8 Prozent) als im Februar 2008.

Auf winterlichen Straßen, bei Schnee und Glatteis wurden im Februar 2009 deutlich mehr Unfälle mit Sachschaden (+ 7,5 Prozent) aufgenommen als im Februar 2008. Insgesamt ereigneten sich 3 860 Unfälle mit Sachschaden. Die Zahl der Unfälle, bei denen dabei ein schwerer Sachschaden entstand, wobei mindestens ein Kraftfahrzeug abgeschleppt werden musste, erhöhte sich um 22,6 Prozent auf 244 Unfälle.

Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sank hingegen um 21,2 Prozent auf 409 Unfälle.
Bei den 409 Verkehrsunfällen mit Personenschaden im Februar 2009 wurden 7 Personen getötet und 562 Personen verletzt. Das waren 3 Getötete und 117 Verletzte weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Unter den Getöteten waren 4 Pkw-Fahrer oder Mitfahrer, 1 Fahrer oder Mitfahrer eines Güterkraftfahrzeuges, 1 Fahrradfahrer und 1 Fußgänger.


Von Januar bis Februar 2009 ereigneten sich auf Thüringer Straßen 9 470 Straßenverkehrsunfälle. Das waren 985 bzw. 11,6 Prozent mehr polizeilich erfasste Unfälle als in den ersten beiden Monaten des vergangenen Jahres.
Bei den meisten Unfällen (90,3 Prozent bzw. 8 556 Unfälle) kam es zu Sachschäden.
Bei 9,7 Prozent aller Unfälle (914 Unfälle) verunglückten insgesamt 1 238 Personen.
Durch den lang anhaltenden Winter kam es verstärkt zu schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden. Die Zahl stieg um mehr als die Hälfte (54,7 Prozent) auf 608 Unfälle.
Die Unfälle mit Personenschaden hingegen gingen im Vergleich der ersten beiden Monate 2009 und 2008 um 158 Unfälle bzw. 14,7 Prozent auf 914 Unfälle zurück.
Im Januar und Februar verloren 16 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen in Thüringen ihr Leben und 1 222 Menschen wurden verletzt.

1. Straßenverkehrsunfälle und Verunglückte
1.1 Gesamtübersicht
Unfallkategorie
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Verunglückte Personen
Februar Zu- bzw. Abnahme (-)
Februar 2009
 gegenüber
Januar - Februar Zu- bzw.
Abnahme (-)
gegenüber
dem gleichen
Zeitraum
des Vorjahres
2009 2008 Jan. 2009 Feb. 2008 2009 2008
Anzahl um %
Unfälle 4 269 4 111 - 932 158 9 470 8 485 11,6
davon  
  Unfälle mit Personenschaden 409 519 - 96 - 110 914 1 072 - 14,7
  darunter unter Alkoholeinwirkung 22 39 - 10 - 17 54 72 - 25,0
davon  
  Unfälle mit Getöteten 7 10 - 1 - 3 15 24 - 37,5
Unfälle mit Verletzten 402 509 - 95 - 107 899 1 048 - 14,2
davon  
  Unfälle mit Schwerverletzten 98 124 - 25 - 26 221 271 - 18,5
Unfälle mit Leichtverletzten 304 385 - 70 - 81 678 777 - 12,7
Unfälle mit nur Sachschaden 3 860 3 592 - 836 268 8 556 7 413 15,4
davon  
  schwerwiegende Unfälle mit
Sachschaden (im engeren Sinne) 1)
244 199 - 120 45 608 393 54,7
  darunter unter Alkoholeinwirkung 18 20 - 9 - 2 45 41 9,8
sonstige Sachschadensunfälle unter dem
Einfluss berauschender Mittel 2)
41 49 7 - 8 75 79 - 5,1
übrige Sachschadensunfälle 3 575 3 344 - 723 231 7 873 6 941 13,4
Verunglückte Personen 569 689 - 100 - 120 1 238 1 454 - 14,9
    darunter bei Unfällen unter Alkoholeinwirkung 33 44 - 6 - 11 72 87 - 17,2
davon  
  getötete Personen 7 10 - 2 - 3 16 24 - 33,3
verletzte Personen 562 679 - 98 - 117 1 222 1 430 - 14,5
davon  
  schwerverletzte Personen 115 146 - 32 - 31 262 335 - 21,8
leichtverletzte Personen 447 533 - 66 - 86 960 1 095 - 12,3
1) Straftatbestand oder Ordnungswidrigkeit und gleichzeitig mindestens ein Kfz nicht mehr fahrbereit
2) Unfallbeteiligter stand unter dem Einfluss berauschender Mittel und alle beteiligten Kfz waren fahrbereit.


Februar 2009: Weiterer Anstieg der Straßenverkehrsunfälle bei winterlichen Straßenverhältnissen - weniger getötete und verletzte Personen

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Weitere Auskünfte erteilt:
Christine Gerth
Telefon: 0361 37-84221
E-Mail: christine.gerth@statistik.thueringen.de